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Aktuelles aus dem Marketeasing-Blog

aktuelles aus dem best-practice- business-blog

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Usability-Test mit Kunden

Ich lese gerade "Medienarbeit im Netz" von Marcel Bernet. Dabei las ich im Interview mit Peter Warne von einem einfachen und wirkungsvollen Test um neu gestaltete Inhalte einer Webseite zu optimieren: "Die einfache, interne Methode läuft so: Wähle im Büro eine Person, die kein Internet-Freak ist. Stelle ihr fünf Aufgaben, die sie im Bereich der neu gestalteten Seiten erfüllen soll. Sag ihr, sie solle laut sprechen, während sie die Aufgaben zu erfüllen versucht. Höre ihr zu, frage nicht, schreibe auf. Auf diesem Weg erfasst man bei einer Befragung von acht bis zehn Personen in der Regel 80 Prozent von dem, was man optimieren muss."

Den eigenen Mitarbeiter - laut mitdenkend - als Versuchsperson zu nutzen, ist ja schon eine gute Idee. Allerdings halte ich es für noch spannender, eine Anzahl von Kunden zu einem solchen Versuch einzuladen. Dabei kämen sicherlich noch ganz andere Aspekte - wie Erwartungen, Quergedanken und  Assoziationen - zutage und ließen sich nutzen.

Adblock für Feedreader gesucht

Werbung_im_feedreaderOch nööööö! Muss das denn jetzt sein? Nervige Werbung nun auch über den Feedreader ... Grummel :-(

Ihr Lieben von biz Marketing für Besserwerber: Um ehrlich zu sein, war meine erste Reaktion den Feed gleich zu löschen - wie ich es bei anderen (mit Werbung infizierten Blogs) sofort tue. Dann hab ich kurz gezuckt, denn eigentlich fand ich Eure Beiträge bisher (fast immer) lesenswert und ich würde ungern darauf verzichten. Aber schließlich siegt die Abneigung gegen diese Form der aufgezwungenen Werbung und ich verabschiede Euch hiermit aus meinem Feedreader (zumindest so lange, bis es für den Feedreader eine Adblock-Funktion gibt).

Meine Reaktion auf unaufgeforderte Werbung mögen nicht alle teilen aber ich frage Euch: Stellt Euch vor, Ihr sitzt entspannt vor einer Zeitung und blättert durch die Seiten. Plötzlich taucht jemand mit einer Werbung am Stil auf und fuchtelt euch damit vor der Nase rum. Also, selbst wenn er das nur an der oberen rechten Ecke meiner Zeitung täte, würde ich ihm zu verstehen geben, dass er gerade dabei ist, mir den Tag zu versauen. Geht's euch nicht auch so?

Die Zukunft ist ein Pluriversum

Im Feuilleton der Zeit schreibt Thomas Groß unter der Überschrift "Per Anhalter durchs Pluriversum". Seine sieben Thesen zur digitalen Zukunft versuchen - wie viele es tun - ein wenig Licht und "Ordnung" in die Debatte um "Web 2.0" zu bringen. Indem er - beide Seiten beleuchtend - selbst nicht recht Stellung bezieht und den Leser sich selbst, seinem wandelnden Nutzerverhalten und einer nicht fassbaren Einschätzung der Entwicklung überlässt, wird der Artikel lesenswert. Neben dem Begriff "Pluriversum - was ja schon wieder eine schöne Wortschöpfung ist - hier noch zwei Zitate:

"Das Internet hat sich vom bloßen Verbreitungsmedium zum Marktplatz gewandelt, auf dem selbst produzierte Inhalte die Regel sind. Oft spiegeln sie bloß die Bedürfnislage der privaten Anbieter – Leute kennen lernen, sich mitteilen, reich und berühmt werden –, doch gerade die Buntheit des Angebots zieht Visionäre an."

"Banal, aber kein Allgemeinwissen: Medien sind Ausweitungen des menschlichen Körpers und als solche nicht per se gut oder schlecht. Erst in der Nutzung und deren Rahmenbedingungen entfalten sie ihr Potenzial."

Seine sieben Thesen lauten: "Das Internet ist ein Möglichkeitsraum • Die Popkultur spielt Geburtshelfer • Jeder wird Programmdirektor • Öffentlichkeit individualisiert sich • Jeder ist seine eigene Nische • Der Nutzer von heute ist ein  launisches Wesen • Alles bleibt anders"

Was ich - anders als er - beruhigend finde: Ordnung löst sich auf, Kontrolle ist nicht möglich, Entwicklung ist nicht prognostizierbar (es lebe die Evolution), Informations- und Meinungsmonopole verlieren ihre Macht, jeder muss dauernd selbst entscheiden, wer sich nicht einmischt, hat nichts zu sagen und die "Schubladifizierung" von Lesern, Nutzern und Usern löst sich in einer unbändigen Freiheit von Mögichkeiten auf.

Wie war das damals? Was haben wir uns damals auf den Demos gewünscht und in der vermeintlichen Ordnung unserer Eltern, wie ein aufbrechendes Ereignis gewünscht? "Ich liebe das kreative Chaos" und "Anarchie ist machbar, Herr Nachbar". Nun, jetzt haben wir den Salat - wie schön!

Einen Moment inne halten

4:13 Minuten die Arbeit ruhen lassen.

Update: Wir sind das Netz - und wir empfehlen

Den Aufruf zur Kommentierung und Weiterentwicklung einer Empfehlungsplattform greift (dankenswerter Weise!) Burkhard Schneider im best-practice-business-blog auf und schreibt dann weiter:

"Wie sollte jetzt die Empfehlungsplattform aus meiner Sicht aussehen? Jeder User sollte kostenfrei seine Anfrage stellen können. Die Empfehlungsgeber sollten über verschiedene Formen diese Anfrage erhalten können. Am besten wäre es aus meiner Sicht, wenn Sie auswählen können, welche Anfragen sie automatisch erhalten wollen. So könnten das z.B. Anfragen sein, die von Freunden und Netzwerkpartnern kommen."

Irgendwie hab ich mich offensichtlich zu undeutlich ausgedrückt. Daher hier das System nochmals in anderer (beispielhafter) Erklärung:

Ich beginne die Reihe mit einer Empfehlung meines Versicherungsvertreters, meines Ansprechpartners bei der Autowerkstatt, meines Finazbaraters (den ich noch nicht habe ;-) und meines Gärtners (den ich dann ggf. brauchen werde ;-). Ich beschreibe diese in eine vorgegebene Maske von Branchen, Berufen, Orts- und Kontaktangaben und ergänze es durch eine eigene Bewertung dieser Menschen. Darauf hin, erscheine ich (der ich mich als erster - und einzigster - selbst beschreiben musste) auf der Landkarte des Portals und um mich herum die vier Empfohlenen. Nun bekommen diese vier von mir jeweils eine Einladungskarte für ihre vier Empfehlungen ... und so weiter. Mit der Zeit ergeben sich eine Vielzahl von Branchen, Berufen und örtliche Verteilungen, die für einen Portalbesucher (Empfehlungssuchenden) interessant sind. Stellt euch also vor, jemand ist kurz davor in die gelben Seiten zu sehen, weil er etwas sucht. Das was er darin nicht findet, ist die persönliche Empfehlung von jemandem der sich mit seiner Empfehlung zu erkennen gibt, sondern nur die Selbstdarstellung der Unternehmen. Das bieten auch die mir bekannten Portale im Netz an - dort kann sich jeder selbst eintragen. Es findet zwar eine nachträgliche Bewertung statt, aber die ist einfach zu leicht zu manipulieren.

Also kommt es darauf an, dass ein Dienstleister nur aufgenommen wird, wenn er eingeladen wurde und von jemandem bewertet eingetragen wurde. Die Nutzer dieses wachsenden "Adressbuches" können selbst auch noch Bewertungssterne (einfaches Klicken) oder ganze Bewertungsstatements schreiben. Der Empfehler hat mit den späteren Kontakten und nachfolgenden Abläufen zwischen Suchendem und den vier von ihm empfohlenen nichts zu tun. Er steigt ggf. "nur" im Ansehen, wenn die vier von ihm Empfohlenen lauter gute Bewertungen erhalten. Und wer sieht das nicht gerne?

Ich hoffe nun ist es klarer geworden, wie ich die Exklusivität nutzen will um Missbrauch und Austauschbarkeit zu vermeiden. Ob es bereits der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln. Aber genau deshalb, freue ich mich ja auf euren Input und die weitere Entwicklung.

Weltkulturerbe Kölner Dom

Angesprochen und Neugierig durch die letzte Folge von Ehrensenf, besuchte ich WHTour - eine Zusammenstellung von 360 Grad Fotos aus dem Weltkulturerbe - eine tolle Sache und spannend. Darunter auch der Kölner Dom. Bei der Navigation durch die Außenansicht des Doms, traf ich auf noch ein "Weltkulturerbe" der besonderen Art. Wer selbst nachsehen will, der suche nach den "vier Sinnbildern auf Stein" vor dem Dom-Forum. Für alle anderen findet sich hier der Anblick von zweien (jpg ansehen ).

Wir sind das Netz - und wir empfehlen.

Angeregt durch Burkhard Schneiders Aufruf "Suche nach dem technikaffinen Blogger" und durch die gestern berichteten Erlebnisse "meiner gelben Seiten", hole ich eine alte Idee weider ans Licht und stelle sie zur öffentlichen und freien Diskussion. Es handelt sich um die Planung, Entwicklung und das Betreiben einer kostenlosen und werbefreien Empfehlungsplattform. Ich habe die Idee als MindMap zusammengetragen pdf herunterladen und verfolge nun mehrere Ziele:

• Ich suche Befürworter und Bedenkenträger, die sich einbringen wollen und
• ich suche Utopisten und Realisten, die mitgestalten wollen.

Hinter allem steht der wagemutige und skurile Anspruch, dass niemand - weder bei der Entwicklung, noch bei der Umsetzung oder dem Betreiben der Plattform - mit seiner Leistung (unmittelbar) Geld verdient. Alles, was dieses Projekt zu bieten hat, ist die Herausforderung, die öffentliche Anerkennung und den Nutzen, den die Beteiligten daraus für sich ziehen. Na, regt sich da schon Wiederspruch, oder ist der Gedanke wirklich bis zum Ende durchzuhalten?

Mir ist jeder Beitrag willkommen und nun bin ich gespannt auf das Echo.

Mit Empfehlungen schnell zum Ziel

Meine gelben Seiten sind immer wieder die Freunde, meiner Freunde, meiner Freunde. Aktueller Fall: Da ruft mich eine Freundin an und fragt mich, ob ich Zeit hätte, mit zum weit entfernten und unbekannten Autohändler zu fahren, um ein Gebrauchtfahrzeug zu beurteilen und es ggf. zu kaufen. Eigentlich hab ich keine Zeit und auch keine Lust auf die geteilte Verantwortung. Nach kurzer Überlegung greif ich zum Telefon, ruf meinen langjährigen Versicherungsvertreter an (nein, nicht Hr. Kaiser - diesmal ist es Helmut von der Debeka) und bitte ihn um einen persönlichen Tipp. Den hat er und verweist mich an eine lange Jahre bekannte und zuverlässige Werkstatt. Diese hat zwar nichts für die Wünsche innerhalb der zahlbaren 5.000 aber dafür eine Handynummer eines Freundes. Der notiert sich alle Wünsche und meine Nummer und "kümmert sich drum". Ein Tag später ist das Problem gelöst, das Auto gefunden, die lange Reise ausgefallen, weil es "um die Ecke" stand und jeder zufrieden. Jeder, mit dem ich telefonierte, hatte mein Vertrauen und genoss es offensichtlich, gelobt und gebraucht zu werden, wodurch sich das Netzwerk wieder einmal verstärkt, gelohnt und ausgeweitet hat. Die "Einkaufstour" brauchte keine 15 Minuten, ich musste nicht auf Fallstricke achten und mich vor Unachtsamkeiten bewahren und konnte mit der Bitte um Hilfe ein gleichzeitiges Lob aussprechen. Tipp: die Kette der Beteiligten nochmals anrufen und kurz über den erfolgreichen Verlauf mit allen Beteiligten (Namen nennen!) berichten.

Blogs, Blogger und Leserzahlen in Deutschland

Robert Basic ruft auf zum Rätzelraten: "Anzahl der Weblogs in Deutschland" und gibt auch gleich seine Schätzung ab: "locker über 500.000 Blogs und mind. 300.000 aktive (d.h. mit mind einem Posting pro Monat) Blogger". Die Schätzung halte ich für realistisch.

Und die Wachstumsrate? Wieviele kommen bis Ende 2006 noch hinzu? Meine (Bauch-)Schätzung für Deutschland: die Mio.-Grenze wird bei den Blogs erreicht sein und im Netz tummeln sich dann 500.000 "aktive" Bloger. Denn ich glaube, dass viele Blogs entstehen und dann "liegen gelassen" werden. Es ist so "einfach" einzusteigen. Aber es kontinuierlich zu "betreiben" erliegt wohl in vielen Fällen einer Fehleinschätzungen. Bitte straft mich Lügen ...

Spannend fänd ich übrigens auch die Frage: Wieviele Blog-Leser gibt es derzeit in Deutschland und wieviel werden es bis Ende 2006? Wagt sich jemand an eine Schätzung?

Ehrensenf und die Suche nach "Sponsoren"

Ehrensenf Nicht nur Spiegel-Online Leser werden Ehrensenf kennen. Das Internet-TV - wie die Macher es selbst bezeichnen - ist eher ein V(ideo-B)log mit Kommentarfunktion und erfreut - seit November 2005 - sich und die Zuschauer mit allerlei unterhaltsamen bis skurilen Fundstücken aus der Netzwelt (RSS-Feed). Seit Anfang Juli 2006 wird nun nach Sponsoren gesucht (nennen wir es beim Namen: Werbefläche steht zum Verkauf). Je vier Plätze stehen auf der Ehrensenf-Homepage (und eben nicht beim Spiegel) neben der Flimmerfläche bereit und warten auf "mindestens 2 Mio Page Impressions pro Monat". Aber selbst Auktionen über eBay haben bisher nicht den durchschlagenden Erfolg ergeben. Alexander Korte berichtet nun: "Auf der Seite von Ad2Net und Ehrensenf konnte man heute zwar noch nichts lesen, aber am Telfon hat man es schon erfahren, die Vermarktung übernimmt zukünftig Ad2Net." Nun - bevor die Flächen weiterhin leer bleiben, sollten sie - bis auf weiteres - mit den blog-mini-plakaten von drweb gefüllt werden.