Man stelle sich vor, die Botschaft für ein bestimmtes Angebot käme über folgende Kommunikationskanäle:
• als Werbeplakat oder als Anzeige
• als personalisiertes Mailing
• als redaktionelle Zeitungsmeldung
• als Bericht in einem Fachmagazin
• als Meldung der Stiftung-Warentest
• als Aussage in einem Internetforum
• als Information aus Ihrem Netzwerk
• als Empfehlung über einen Bekannten
Ich gehe davon aus, dass Sie – wie sicherlich jeder – den Quellen in umgekehrter Reihenfolge "trauen" und der Information "Glauben" schenken würden. Warum aber geben dann so viele Unternehmen in der "falschen" Reihenfolge Geld für die Kommunikationskanäle aus? Hierzu alternative Wege innerhalb des Marketings zusammen zu tragen, anzuwenden und ständig weiter zu entwickeln ist die Profession des Marketeasers.
Der Grundgedanke des Marketeasing ist, dass Botschaften, die per Empfehlung verbreitet werden, im Gegensatz zu Werbebotschaften einen Mehrwert haben, der nicht vom Unternehmen als Absender stammt. Der Mehrwert wird durch den Erzähler hinzugefügt. Die Chance, die Mundpropaganda mit sich bringt: Wenn Überträger motiviert sind, positiv über Sie zu sprechen, dann werden Botschaften kostenlos (!) verteilt und mit dem Mehrwert der persönlichen Empfehlung ausgestattet. Global, jederzeit und über alle Kanäle.
Die Frage ist nun: Kann Mundpropaganda gezielt ausgelöst und zur Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen eingesetzt werden? Die Antwort ist ein klares "Ja". Es bedarf jedoch erheblicher Planung und Kreativität sowie eines grundlegenden Verständnisses der Kommunikation in sozialen Netzwerken. Das ist die Aufgabe und Leidenschaft des Marketeasers.
Effektivster Kommunikationskanal? Hier ist Skepsis durchaus angebracht! Telefonmarketing als Mittel zur Kundenrückgewinnung, Kundenaktivierung oder Kundenbindung? Selbst wenn die Übertragung der für den Empfänger relevanten Botschaft funktioniert - was meist schon daran scheitert, dass dieses Medium eine besondere Ablehnung durch den massiven und penetranten Mißbrauch erlebt - stellt sich die Frage: ist das dann (endlich) der Anfang einer (zukünftig) besseren Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, oder wieder nur ein Feuerwerk der Aufmerksamkeit ohne nachhaltige Auswirkungen?
"Telemarketing ist viel zu teuer und bringt auch nichts!?" Meine Antwort ist ein Jain. Es kommt auf die praktischen Berichte einer kundenorientierten Anwendung an um hier (noch fehlendes) Vertrauen (wieder) zu gewinnen. Erwartungen als Herausforderung - eine spannende Aufgabe.
Kommentiert von: Jan Erik Meyer | 21. Juli 06 um 11:20 Uhr
Spannende Frage. Ein bestätigendes Jaaaahaaaa!
Und das, obwohl mir in der obigen Aufzählung der effektivste Kommunikationskanal abgeht. Aber der ist ja jetzt auf dieser URL zu finden... ;-)
Kommentiert von: Telefonmarketing | 20. Juli 06 um 21:02 Uhr